Zitaten-Sammlung

Zitate, die mir beim Lesen aufgefallen sind und die es wert sind, öfter gelesen zu werden :

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„Ein gutes Buch, Marcus, ist ein Buch, bei dem man bedauert, dass man es ausgelesen hat”.

(Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert„, Joel Dickers)

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“Tod verheißt ewige Hoffnung”

(„Die Pfeiler des Glaubens“ Ildefonso Falcones)

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“Es gibt keine Freiheit, wenn man hungert“

(Die Kathedrale des Meeres, Ildefonso Falcones – S. 171)

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Vielleicht überwindet der Mensch seine Angst, wenn er erst seine Träume begraben hat

(„Krieg„, Jochen Rausch – S. 131)

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„Ich bin jetzt ein anderer. Ich glaube fest daran.“

(„Das Falsche in mir„, Christa Bernuth – S. 133)

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„Du darfst den Löwen nicht beschuldigen, grausam zu sein, wenn er ein Schaf oder eine Gazelle tötet“

(„Am Horizont die Freiheit„, Jorge Molist – S. 452)

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Ich glaube, Du warst schon immer  bereit dafür, Liesel.Vom ersten Tag an, als Du hierherkamst und dich ann das Tor geklammert hast. Das Buch ist für dich geschaffen“. S. 476

„Von einem Fenster in der Himmelstraße aus, schrieb er, setzten die Sterne meine Augen in Brand“ S. 409

S. 187

„Es bringt mich schier um, wie manche Menschen sterben“ S. 498

(“ Die Bücherdiebin„, Markus Zusak)

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„Nicht Zeit und Gelegenheit sind entscheidend dafür, wie weit sich zwei Menschen nahekommen, sondern allein ihre Wesensart. Bei manchen reichen sieben Jahre nicht aus, daß sie sich kennenlernen, und bei anderen sind sieben Tage mehr als genug.“

(„Verstand und Gefühl, Jane Austen, S. 68 (12. Kapitel))

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  “Man hat immer eine Wahl. Sie ist nur nicht immer einfach. Manchmal ist der richtige Weg schwieriger zu gehen.”

(„Todesengel“, Andreas Eschbach, S. 218)

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„Stoner“ – John Williams:

„Die Liebe zur Literatur, zur Sprache, zum Mysterium des Verstandes und des Herzens, wie sie sich in den kleinen, seltsamen und unerwarteten Kombinationen von Buchstaben und Wörtern zeigte, in der schwärzesten, kaltesten Druckertinte – die Liebe, die er verborgen gehalten hatte, als wäre sie gefährlich und verboten, diese Liebe begann er nun offen zu zeigen, zögerlich zuerst, dann mutiger und schließlich voller Stolz“.  S. 144

Die Gestalt, die er sah, war zugleich mehr und weniger, als er sich einst für sich erhofft hatte.“ S. 144

„Er spürte, dass er endlich ein richter Lehrer wurde, also ein Mann, der sein Buch für wahr hält und dem eine Würde der Kunst gegeben ist, die nur wenig mit seiner Dummheit, Schwäche oder menschlichen Unzulänglichkeit zu tun hat.“ S. 144

„Nun begann er zu begreifen, dass die Liebe weder Gnade noch Illusion war; vielmehr hielt er sie für einen Akt der Menschwerdung, einen Zustand, den wir erschaffen und dem wir uns anpassen von Tag zu Tag, von Augenblick zu Augenblick durch Willenskraft, Klugheit und Herzensgüte.“ S. 246

„… und dass Liebe kein Ziel, sondern der Beginn eines Prozesses ist, durch den ein Mensch versucht, einen anderen kennenzulernen.“ S. 245

„Stoner“, John Williams,

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„Keiner stach heraus zwischen seinen Nachbarn, aber jeder hatte im Kleinen etwas Individuelle: die Zahl der Äste, den Umfang des Stammes, den Radius der abgeworfenen Blätter. Nur kleine Eigentümlichkeiten, aber kleine Eigentümlichkeiten machten aus zwei Augen, einer Nase und einem Mund ein Gesicht.“

„Die niedrigen Himmel“, Anthony Marra, S. 22

Und weitere Zitate aus „Die niedrigen Himmel“ gibt es hier

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„Nach einem Jahr unfreiwilligen Nichtstuns durfte er endlich wieder seine Arbeit aufnehmen, das tun, wofür er gemacht war, was er schon als kleiner Junge hat tun wollen. Er musste zugeben, dass er eine innere Erregung in sich aufsteigen fühlte eine Euphorie, mit der er nicht gerechnet hatte. Sein Jagdinstinkt war geweckt.“

(„Das Krokodil“, Giovanni de Laurenzio, S. 203)

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„Die Hoffnung, so meine Erfahrung, ist eine jämmerliche Plage. Die Hoffnung ist ein Pferd mit gebrochenem Bein.“

(„Der Teufel von New York“), Lyndsay Faye, S. 132

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„Leute wie du und ich, wir geben uns nicht lange damit ab, über solche Sachen nachzugrübeln, darüber, was uns verletzt, was uns beschmutzt. Wir laufen einfach weiter.“

(„Der Teufel von New York“), Lyndsay Faye, S. 345

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„Um die Vergangenheit zu weinen ist nutzlos. Um die Gegenwart zu weinen trübt nur den Blick, und man sieht weniger klar in die Zukunft.“

(„Perlentöchter“), Jane Corry, S. 146

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„Man muss das Auge benutzen, versteht Du, oder es wird sich schließen.“

(„Perlentöchter“), Jane Corry, S. 108

„Du wirst den Großteil deines Lebens damit verbringen, darauf zu warten, dass etwas geschieht, was vielleicht nie geschehen wird. Darum verschwende nicht deine Zeit.“

(Perlentöchter“), Jane Corry, S. 146

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Du musst dich immer fragen, ob es nicht noch einen besseren Blickwinkel auf die Szene vor dir gibt – vielleicht einen interessanteren oder einen, an den du vorher einfach nicht gedacht hast. Es gibt so viele verschiedene Arten, ein und dasselbe zu betrachten.“

(„Der Sommer der Blaubeeren“), Mary Simses, S. 161

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„Ich habe dich angerufen. Mehr als nur einmal. Und ich hatte einen Rückruf erwartet. Du weißt schon, diese altmodische Sitte, bei er man doch tatsächlich die Stimme der anderen Person hört.“

(„Der Sommer der Blaubeeren“), Mary Simses, S. 308

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„Ich konnte mich nicht einmal bei ihr bedanken.“ „Doch, das hast du. Du hast ihr gedankt, indem du sie geliebt hast.“

(„Der Sommer der Blaubeeren“), Mary Simses, S. 313

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„Auch wenn wir unsere Erinnerungen verdrängen können, die Geschichte können wir nicht mehr ändern.“

(„Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“), Haruki Murakami, S. 169

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„Das habe ich nicht gewusst! Falsch! Das wolltest du nicht wissen! Solange die Internetkonzerne dir irgendwelche lächerlichen Vorteile bieten, bist du dabei. Hauptsache, du hast es bequem! Wie lange wollt ihr euch das noch gefallen lassen? Wehrt euch! Mich erwischt ihr nicht, ihr Datenoligarchen! Meine Seele steht nicht zum Verkauf!“

(„Zero – sie wissen, was du tust“) Marc Elsberg, S. 85

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(„Das Herz ist ein einsamer Jäger“) Carson McCullers:

 Man musste ihn einfach beobachten, auch wenn man gar nicht wusste, dass er anders war als alle anderen. Wenn man seine Augen sah, meinte man, er hörte Dinge, die kein anderer je gehört hatte, dass er Dinge wusste, die niemand anders vor ihm geahnt hatte. Etwas an ihm war nicht ganz menschlich.“ S. 42

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 Mick Kelly, Jake Blount und Doktor Copeland saßen in dem stillen Zimmer und redeten – denn sie spürten, dass der Taubstumme sie immer verstehen würde, was sie ihm auch sagen wollten. Vielleicht verstand er sogar viel mehr. S. 152

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 „Alles war bereit – nur er war es nicht. Wie konnte er aufbrechen, wenn er weder Anfang noch Ende, weder die Wahrheit noch das Ziel sah?“ S. 533

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„Ihr war, als hätte man sie betrogen. Nur dass sie niemand betrogen hatte. Also konnte man auch seine Wut an niemandem auslassen. Und dennoch – trotz allem hatte sie dieses Gefühl :betrogen.“ S. 573

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(„Gretchen“) – Ruth Berger:

„Sie ist doch nicht dumm. Sie muss nur an ihre eigenen Lügen glauben.“ S.60

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„Diese Diagnose hatte der Doktor von seinem Stuhl aus gestellt, aus drei Metern Entfernung zur vollkommen angekleideten Patientin, wie es seinem Stand entsprach. Denn Patienten Betatschen und Befühlen – solche primitiven Methoden überlassen die studierten Physici natürlich den groben, ungebildeten Leuten wie Wundärzten oder pfuschenden Frauenzimmern.“ S. 181

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„Kinder pflegten ja elterliche Wohltaten im besten Falle selbstverständlich und elterliche Vernunft und vernünftige Vorschriften grundsätzlich zum Stöhnen zu finden – wiewohl sie wahrscheinlich heimlich froh und dankbar sind, dass irgendjemand sie davon abhält, ihre eigenen wilden Träume und Hirngespinste leichtfertig in die Tat umzusetzen.“ S. 187

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(„Die Abenteuer des Joel Spazierer“) – Michael Köhlmeier:

„Wenn ein Erwachsener einen kindlichen Menschen mimen will, ist er kindisch und weiter nichts. Es gibt keine kindlischen Menschen. Ein Mensch mit drei Jahren fühlt sich nicht als Kind. Dass man Kind ist, merkt man erst mit fünf. Und da will man schon keines mehr sein.“ S. 11

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„Ich begriff den Unterschied zwischen Modell und Realität, begriff auch, dass Modelle nötig sind, um die Realität zu bewältigen. Die Leistung der Erziehung besteht darin, diese Unterscheidung zu erschweren, allein indem eine verlangt wird“. S. 11

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„Meine Mutter war eine ehrgeizige Frau, die nach der Devise lebte, dass der Schein die Realität, das Sein aber Fiktion sei. „ S. 17

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„Meine Seele ist zwischen vier und sieben Jahre alt, und so alt wird sie bleiben bis an mein Ende. Alles, was ich erlebt habe bekommt Sinn und Form, wenn ich es aus den Augen des Vier-, Fünf-,, Sechs-, Sieben-Jährigen betrachte und von dessen weltanschauliche Warte aus analysiere.“ S. 25

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„Immer, wenn du „Weiß nicht“ sagst, wissen wir, dass du es weißt.“, S. 57

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„Vielleicht bin ich einfach nur ein Monster“, antwortete ich ihm. Er liebte mich zu sehr, um dem nicht zu widersprechen.“ S. 73

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„Ich sehe einen jungen Mann, der deutlich älter ist als seine Jahre, aber unschuldiger als mit sechzehn einer noch sein kann; der keinerlei Vorstellung hat von dem, was auf ihn zukommt, kaum Wünsche, dem die Zwecke weniger wert sind als die Schönheit der Gesten, die den Zwecken scheinbar dienen“. S. 240

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„Ich nahm mir nicht unbedingt vor, ein guter Mensch zu werden. Aber ich wollte lernen, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden.“ S. 425

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„Die Schuld“ – John Grisham:

„Man muss Geld ausgeben, wenn man welches verdienen will.“ S. 181

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Der Gedanke änderte nichts daran, dass er zur anderen Seite übergelaufen war und die Wahrheit unter einem Berg von Geld begraben hatte.“ S. 189

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„Wenigstens konnte er noch über sich lachen. Was würde geschehen, wenn er das verlernte?“ S. 217

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„Sammelklagen auf Schadenersatz hatten nichts mit Jura zu tun. Sie waren eine fast schon kriminelle Form von Unternehmertum“. S. 284

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„Schadenersatzklagen im Namen einer Gruppe sind eine Gaunerei, ein Schwindel am Verbraucher, eine von Gier getriebene Lotterie, die uns eines Tages alle ruinieren wird.“ S. 307

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„Der Hexenschöffe“ – Petra Schier:

“Eia, eia, lieber Herbert, wie sind denn andere dazu gekommen, mich anzuklagen? Ebenso bin ich auch dazu gekommen, Euch anzuschuldigen. Denn wir sollen nicht alleine sein, sondern uns sollen noch viele andere folgen.” S. 249

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“Vergiss nicht, dass du eine Familie hast, die einen Vater braucht, nicht einen Schöffen.” S. 339

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“/Dan werden sey selber / ihre Weyber/ Vatter / Mutter / Schwester und Brüder verbrent / und so haben sey einen Stein auffgeworffen / und fallet ihnen selber auff ihren Kopff / eine grub gegraben / und fallen selber darin.” S. 421

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„Das Küstengrab“ – Eric Berg:

 „Wenn man sich so gut kannte wie sie, wenn man so nah beieinander wohnte und so viel voneinander wusste, gab es nur zwei Möglichkeiten, damit umzugehen: absolute Offenheit oder Maskerade.“ S. 41

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 „Eine Behinderung wie die meine schräfte die Sinne, machte hypersensibel. Ich ertappte mich dabei, wie ich nach Untertönen geradezu forschte, und wer welche sucht, der findet sie auch.“ S. 55

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„Ein Gespräch mit Margarethe war für Jacqueline, wie im Dunkeln über ein Minenfeld zu laufen.“ S. 161

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„Geld ist keine Atemluft. Keiner würde es brauchen, wenn alle anderen ebenfalls keines hätten. Sie haben aber nun mal welches. Ich folge bloß der Logik der Welt, die andere mir aufgezwungen haben.“ S. 253

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„Aufstieg und Fall großer Mächte“ – Tom Rachman :

„Freunde wollten eine Lebensgeschichte hören. Die Vergangenheit war bloß dann wichtig, wenn andere darüber etwas wissen wollten – sie waren es, die verlangten, dass man eine Geschichte besaß. Allein kam man auch ohne zurecht.“ S. 61

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„…Ich habe hier mal gewohnt…“ S. 40

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„Ich meine nur, dass die Bestzeit der meisten Menschen höchstens ein paar Jahre währt und dass sie mit dieser Zeit, in der sie körperlich fit waren, all ihre Hoffnungen verbinden. Ist diese Zeit vorbei, glauben sie, mit der Welt ginge es nur noch bergab.“ S. 281

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„Warum sollte mir Zeit was bedeuten? Warum sollte mir was ausmachen, dass du später nicht mehr hier bist? Wir sind zusammen viele Stunden in selbe Zeit und an selbe Ort, wenn auch meist in Vergangenheit. Was ist Unterschied? Das, was war, ist immer noch, auch wenn ich bin nicht mehr. Triviale Menschen glauben gibt es nur Gegenwart – Vergangenheit ist wie Übersee: Sie existiert weiter, auch wenn du selbst bist nicht mehr hier. Zukunftszeit auch. Ist jetzt schon da.“ S. 322

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„Mitleid ist das Gegenteil von Freundschaft“. S. 323

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„Bücher sind wie Pilze. Sieht man nicht hin, vermehren sie sich. Ihre Zahl wächst nach Regeln von Zinseszins: Ein Interesse führt zu nächstes Interesse, und das verbindet sich mit drittes Interesse. Und schwups, hast du nicht gesehen, hat man mehr Interesse als Platz im Schrank.“ S. 407

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„Sie beschloss, nicht immer anzunehmen, dass sie die Menschen verstand; hinzunehmen, dass es keine Katastrophe war, überrascht , enttäuscht oder gar verraten zu werden. Es konnte durchaus auch einer Offenbarung gleichkommen, wenn man erfuhr, dass man sich getäuscht hatte.“ S. 479

Die Menschen behielten ihre Bücher, dachte Tooly, nicht, weil sie sie noch einmal lesen wollten, sondern weil die Bücher ihre Vergangenheit enthielten – die Struktur des eigenen Ichs an einem bestimmten Ort, zu einer bestimmten Zeit, ein Ausschnitt des eigenen Intellekts jeder Band, egal, ob man ihn geliebt oder verachtet hatte oder ob er auf Seite vierzig zum Einschlafen war. Man mochte im eigenen Kopf gefangen sein, doch verbrachte man sein Leben damit, aus diesem versperrten Raum ausbrechen zu wollen.” S. 484

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„…meine Frau hat mir alles geschenkt, was ich mir je erträumt habe, ihr verdanke ich alles Gute und Lohnenswerte in meinem Leben, und wir haben so vieles gemeinsam durchgemacht. Ein Leben ohne sie war für mich unvorstellbar. Buchstäblich. Ich konnte es mir einfach nicht vorstellen. Und so beschloss ich, es auf keinen Fall so weit kommen zu lassen.“ S.44

(„Drei auf Reisen“ – David Nicholls)

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„Sei offen für Neues, wie seltsame Gerichte aus unhygienischen Küchen, experimentelle Kunst, ungewöhnliche politische Meinungen etc.“ (S. 47

(„Drei auf Reisen“ – David Nicholls – aus den Regeln für eine erfolgreiche „Grand Tour“ durch Europa 😉

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„Ich habe in meinem Leben schon ein paar Erfahrungen mit unerwiderter Liebe gemcht, und Sie können mir glauben, das war kein Zuckerschlecken. Aber die unerwiderte Liebe zu seinem einzigen lebenden Nachkommen hat ihren ganz eigenen, bitteren Schmerz.“ S. 73

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(„Drei auf Reisen“ – David Nicholls)

„Vielleicht sind die Audioguides in Museen deshalb so bliebt; eine beruhigende Stimme im Ohr, die einem sagt, was man zu denken und zu fühlen hat. Schauen Sie nach links, beachten Sie, richten Sie bitte Ihr Augenmerk auf; wäre es nicht großartig, eine solche Stimme auch außerhalb des Museums bei sich zu haben, während seines gesamten Lebens?“ S. 112

(„Drei auf Reisen“ – David Nicholls“)

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„Wir glauben, in unseren Entscheidungen unabhängig und frei zu sein, dabei haben wir kaum mehr Spielraum als eine Straßenbahn auf Schienen“. S. 292

(„Drei auf Reisen“ – David Nicholls“)

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„Aus heutiger Sicht kann ich Ihnen sagen: Die Ehe ist keine Ebene. Ganz und gar nicht. Sie ist voller tiefer Schluchten, riesiger gezackter Felsen und verborgener Gletscherspalten, sodass sich beide in der undurchdringlichen Dunkelheit nur tastend zurechtfinden.“

(„Drei auf Reisen“ – David Nicholls“)

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„Das Wasser in Küstennähe war trüb vor Sonnencreme, fettig wie die Spüle nach einem Sonntagsbraten und voller Menschen, die still dastanden, die Hände in die Hüften gestützt, in Gedanken versunken, als versuchten sie sich zu erinnern, wo sie ihre Schlüssel gelassen hatten.“ S. 495

(„Drei auf Reisen“ – David Nicholls“)

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Mein(e) Lieblingszitate aus „Eis“ – Ulla-Lena Lundberg:

„Es ist eine Seite des Insellebens, die im Schatten liegt, wenn die Menschen ihr Sonntagsgesicht zeigen, aber er ist jung und lernt schnell. Den Aufschub, den er dadurch erhalten hat, dass er anfangs glaubte, in eine Idealgesellschaft zu kommen, bedauert er nicht. Genau das hat er gebraucht, damit Liebe und Loyalität sich für immer und ewig einwurzeln konnten“. („Eis“ S. 81)

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„Wir haben die Post bei uns im Haus, und wenn ich Julanda die Schote hier erzähle, kommt sie rasch in Umlauf. Ohne Tinte, Kuvert und Briefmarke,, denn was aus einem lachenden Mund kommt, befördern wir gratis. („EIS“ S. 86)

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„Zehnmal besser als das, was er sich demütig als unerreichbares Fernziel ausgemalt hatte. Freiheit. Offenheit. Wärme. Schönheit. Und das Wort, das man vorsichtig auf der Zunge wägt, weil man Angst hat, es zu verlieren, das aber in einem frohlockt wie ein Lobgesang: Glück.“ („EIS“ S. 89)

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„Die ganze Welt war voller Vorzeichen. … Sie sind immer da gewesen, aber du musst lernen, sie zu verstehen und zu deuten.“ („EIS“ S. 112)

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 „… denn die Welt ist nicht böse, sie ist bloß achtlos.“ („EIS“ S. 199)

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„Als ich Kind war, konnte ich nicht viel lesen, denn das tat man nicht. In der Fibel habe ich die ersten Geschichten gelesen.. Als ich lesen gelernt hatte, habe ich die ganze Fibel in ein paar Tagen durchgelesen. Da wurde ich ausgeschimpft, weil ich nichts Nützliches getan habe.“ („EIS“ S. 243)

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„Es stimmt nicht, dass man seine Sorgen bei Gott abladen und im Vertrauen auf ihn getrost zu Bett gehen kann, denn Christi Kirche ist in hohem Maße auf ihr Bodenpersonal angewiesen. Bittet, so wird euch gegeben – ja, sicher, aber nur, wenn jemand gebacken und den Tisch gedeckt hat.“ („EIS“ S. 373)

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„Über Mutterliebe werden Unmengen sentimentaler Verse geschrieben, aber soweit er weiß, wurde nicht viel über die Liebe eines Kindes geschrieben, die wie die Liebe Gottes ist, vorbehaltlos und unerschöpflich.“ („EIS“ S. 376)

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Meine Lieblingszitate aus „Über Leben“, Reinhold Messner :

„Im Spiel wurde auch meine Kreativität geweckt, das Vermögen, neue Ideen zu entwickeln, die Lust, alles immer wieder neu anzupacken, es anders zu sehen und besser zu machen. Auch das Verlieren, das Immer-wiederAufstehen und Weitermachen ich früh geübt. Obwohl ich später „umögliches“ unternommen habe, oft riskante Unernehmungen, bin ich der Junge geblieben, der spielt. Heute weiß ich: Es ist der Geist des Spiels, der mich ein Leben lang getragen hat.“ S. 20

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„Ich wollte mich nicht immerzu ein- und unterordnen. Nur mein Verstand fügte sich den menschgengemachten Gesetzen, nicht aber der Instinkt oder das Gefühl…. Seit damals erkenne ich nur die Natur als höheren Gesetzgeber an.“ S. 21

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„Vielleicht gibt es Zeit in der Wirklichkeit nicht. Dass wir sie messen können, hilft uns nicht weiter. Es ist nichts als eine Konvention, dem Lauf von Erde und Mond angepasst. Und doch hilft uns die Einteilung der Zeit, am Leben zu bleiben. Besonders beim Bergsteigen.“ S. 99

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„Die Wahrnehmung von Wirklichkeit und Zeit aber hängt vielmehr von der Intensität des jeweiligen Erlebnisses ab als von dessen Dauer“ Emotionen strecken die Zeit. ..Im Staunen wie im Entsetzen bleibt die Zeit stehen. Nicht aber das Erleben.“ S. 99

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„Mich trieb nie das System Schule an – Anhäufung von Wissen -, sondern Neugier über das Verhältnis Mensch-Wildnis. Ich bin dem Instinkt verpflichtet, das Überleben bestimmte mein Leben, motivierte mich.“ S. 109

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„Ausgeplauderte Ideen verlieren an Kraft.“ S. 188

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„Meine Kunst zu leben, den Kopf in den Wolken, die Füße fest auf der Erde, den Tod im Blick – steckt in der Identifikation mit meinen Zielen. Weder mit meinen handwerklichen Fähigkeiten noch mit der Stimme oder Sprache fähig, Kunstwerke zu schaffen, habe ich mich in der Kunst des Überlebens geübt. Wo immer ich dabei hinging, am Ende ging es nur noch zu Fuß weiter.“S. 259

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„Mit dem Selbstvertrauen ist es wie it dem Quellwasser. Es versiegt nur selten. Wer sie findet, diese Quelle im eigenen Ich, kann sie ein Leben lang nutzen.“ S. 280

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„Leidenschaft hat immer auch mit Leiden zu tun.Wenn uns aber die Begeisterung abhandenkommt, bleibt meist nur das Leiden übrig.“ S. 294

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„Das ist nur ein Spiel. Fantasie. Den Leuten ist die Realität einfach zu langweilig geworden“ S. 237

(Andreas Eschbach: „Ein König für Deutschland„)

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„Ich bin nicht so betrübt wie der Mann, von dem ich dir erzähle. Ich weiß nicht einmal, ob ich dieser Mann bin. Ich erschaffe ihn hie rund jetzt, forme ihn aus meinen Erinnerungen, den Mann, der an mich erinnert – und der Mensch, der ich wirklich gewesen bin, gerät mir aus dem Griff. Man kann ihn nicht in Worte fassen. Niemanden kann man in Worte fassen.“ S. 286

„Ein flüchtiges Leuchten“ Juha Itkonen

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„Freude entsteht nicht von selbst. Man muss sie zur Entfaltung bringen.“

„Ein flüchtiges Leuchten“ Juha Itkonen, S. 287

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„Wir wollen uns an alles erinnern und erinnern uns genau deshalb an gar nichts mehr.“

„Ein flüchtiges Leuchten“, Juha Itkonen, S. 320

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„Geldverdienen machte ihm Spaß, und er hatte wenig Geduld mit Mandanten, die nicht zahlen konnten. Sein Motto lautete: „Unschuldig, bis der Bankrott eintritt.“

„Der Gefangene“, S. 183

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Bei einer Verhandlung geht es ungefähr so zu wie bei einem Spiel. Jede Seite bekommt die Gelegenheit für einen Angriff, sie hat aber auch Gelegenheit, sich zu verteidigen und Sie können keinen Anstoß daran nahmen, dass man das beiden Seiten zugesteht. Das gehört einfach dazu.“ Ron: „Ja, schon, aber ich bin der Ball, der getreten wird.

Der Gefangene“ S. 248

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„Bisland verbrachte Stunden damit, den Ozean zu bestaunen. „Das Blau wird tiefer und tiefer, bis man keine Worte mehr findet, um die Intensität seines brennenden Azurs auszudrücken, keinen Vergleich, der dies vermitteln könnte“.

„In 72 Tagen um die Welt“, S. 261

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„Ein Telegramm konnte von London ins über viertausend Meilen entfernte Bombay geschickt und eine Antwort erstaunlicherweise in weniger als fünf Minuten empfangen werden…. Die Eisenbahn hatte die Zeit beschleunigt; der Telegraf schien sie völlig überwunden zu haben.“

In 72 Tagen um die Welt“ S. 332

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„Mäkeln Sie an dem Stil meines Hutes oder meines Kleides, die kann ich ändern, aber verschonen Sie meine Nase, die ist mir angeboren.“

„In 72 Tagen um die Welt“ , S. 414

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„Doch Schluss mit dem Träumen. In dieser Welt gibt es ein Tagwerk zu erledigen, und ich renne gerade um sie herum gegen die Zeit an.“

In 72 Tagen um die Welt“, S. 417

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„Das waren Menschen, die noch neunundsechzig Tage vorher nie ein Wort von ihr gehört hatten, und ihr ging nun langsam auf, dass ihr Leben sich für immer verändert hatte.“

„In 72 Tagen um die Welt“, S. 509

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Eins stand fest: Ich gehörte auf die Farm und ins Buschland. Ich war Teil der Dornbäume und der hoch aufragenden Vegetation, der tiefen Täler dazwischen und der hohen getreideartigen Gräser. Hier war ich zum Leben erwacht, als wäre mir eine zweite Geburt geschenkt worden, eine wahrhaftigere. Dies war meine Heimat, und auch wenn mir eines Tages alles durch die Finger rinnen würde wie roter Staub, war es für die Dauer meiner Kindheit ein Himmel, der perfekt auf mich zugeschnitten war. Ein Ort, den ich in- und auswendig kannte. Der eine Platz auf der Welt, für den ich geschaffen war.“

Lady Africa“, S. 24,

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„Mit Arbeit bestreitet man aber nicht nur seinen Lebensunterhalt. Sie gibt einem einen Grund, weiterzumachen.

Lady Africa“, S. 283

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Als Kenia noch nicht Kenia war, warf ich den Speer und den Rungu-Knüppel. Ich liebte ein Pferd mit Flügeln. Ich fühlte mich niemals einsam oder klein. Ich war Lakwet.“

„Lady Africa“ S. 289

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Eine Antwort zu Zitaten-Sammlung

  1. captainbooksweb schreibt:

    Wow, ich finde die Zitat-Sammlung wirklich toll! Ich stöbere gerade durch mehrere Blogs durch, aber auf deinen Blog bin ich länger hängen geblieben 😀 Ich finde ihn wirklich gut gelungen und werde deswegen noch öfter bei dir vorbei schauen!

    Liebe Grüße
    Der Captain

    -> https://captainbooksweb.wordpress.com/

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