Wieviel Impressum braucht ein Blog?

Seit einigen Tagen bzw. seit Erreichen eines Kommentares auf meiner Impressum-Seite sehe ich mich nun doch gezwungen, mich etwäs näher mit der Frage auseinanderzusetzen:

Wieviel Impressum braucht (m)ein Blog? Seit Dez. 2013 betreibe ich diesen privaten Blog BirthesLesezeit und habe das Thema Impressum eher beseitegeschoben auf „später“. Habe zwar recherchiert und gegoogelt, doch da ich nicht wirklich weiterkam und ich auf meine Fragen keine echten Antworten finden konnte, blieb es dabei. Doch nun habe ich mir vorgenommen, es endgültig anzugehen…

1) Ab wann ist mein Bücher-Blog nicht mehr privat? Ich veröffentliche Rezensionen, plaudere ein wenig, und weder ich noch meine Leser (also DU), haben irgendeinen geldwerten Vorteil davon. Er ist also nicht kommerziell, dennoch geht der Leserkreis über den familiären Kreis hinaus. Doch hier fängt es an: ist ein Rezi-Exemplar etwas, das als kommerziel gilt – wohl kaum, oder? Ich betreibe diesen Blog ja schließlich nicht, um Rezi-Exemplare zu erhalten…

2) Muss ich meine private Adresse angeben? Darum geht es eigentlich hauptsächlich – zumindest für mich persönlich. Und dies nicht, weil ich etwas zu verbergen hätte, sondern einfach, weil ich sehr vorsichtig im Netz unterwegs bin. Ich habe kein Profilbild von mir, vermeide es überall, meine Adresse öffentlich bekanntzugeben. Zuviel Missbrauch wird überall getrieben. Bisher fahre ich ganz gut damit… Wer etwas über mich erfahren will, findet Informationen auf meiner „Über mich“-Seite und wer meinem Blog aufmerksam verfolgt oder durchsucht, wird tatsächlich ein Foto von mir entdecken 😉 (ich habe lange genug überlegt, ob ich es veröffentliche).

Meine Adresse erhält jeder, der ein -berechtigtes – Interesse daran hat und mich, z.b. über das Kontaktformular, anschreibt.

3) Haftungsausschluss, Urheberrecht – dies ist wohl keine absolute Pflicht (oder doch?) wenn ich es richtig verstanden habe, aber überaus sinnvoll, und wird natürlich umgehend in mein Impressum aufgenommen.

Dass ich nur eigene Fotos verwende oder das Einverständnis der Verlage einhole, wenn ich ein Cover verwende, versteht sich für mich von selbst… (auch verwende ich frei zur Verfügung gestellte Cover-Downloads der Verlage). Aber wer ist schon perfekt?

3) Recherchiert man im Netz darüber, wer und ab wann man ein Impressum benötigt, und wie genau dieses aussehen sollte, so erfährt man vor allen Dingen eines: niemand weiß etwas Genaues, selbst die Gerichte sind sich uneinig. Also will ich schon lieber auf „Nummer sicher“ gehen.

So, nun also noch einmal: Ist es nötig, dass ich meine Adresse veröffentliche?

Wie sind Eure Erfahrungen, wer kennt sich aus und kann helfen? Was muss drinstehen, was nicht?

Ich möchte meinen Blog rechtlich abgesichert haben, keine Frage, werde aber meine Adresse nur angeben, wenn es nicht anders geht.

Es grüßt herzlich,

Birthe

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Über BirthesLesezeit

Leseratte "Ü40" . Ich lese so ziemlich alles, was Buchstaben hat, wobei das Genre nebensächlich ist, Hauptsache, Geschichte und Schreibstil sprechen mich an.
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7 Antworten zu Wieviel Impressum braucht ein Blog?

  1. Jaimee schreibt:

    Ich habe gelesen, dass es nicht erlaubt ist, die Adresse in eine Bilddatei zu schreiben!
    Man kommt wohl leider nicht drum rum.

    • BirthesLesezeit schreibt:

      Schade, genau das hatte ich nämlich in Erwägung gezogen ;-), aber gut zu wissen, dass ein Photo nicht erlaubt ist, warum auch immer. Herzliche Dank für Deinen Hinweis und liebe Grüße, Birthe

  2. Mina schreibt:

    Spannendes und wichtiges Thema.
    Ich habe ja auch noch kein Impressum. Es steht schon seit Wochen (das ganze Jahr schon) auf meiner To Do-Liste. Seufz.
    Ich bin mal gespannt, zu welchem Ergebnis Du kommen wirst.

    Für mich ist das mit der Adresse auch so das Hauptthema. Dann denke ich wieder, dass unsere Adresse ja eh im Netz steht, auf unserem World of Folk-Blog bzw. der Homepage dazu. Hm. Nerviges Thema.

  3. Kastanies-Leseecke schreibt:

    Unwissenheit schützt vor Strafe nicht – und da ich nicht weiß, was mir alles passieren kann wenn ich kein richtiges Impressum habe, habe ich mir mit e-recht24 eins gebastelt. Seit Jahren steht also meine Adresse inkl. emailadresse öffentlich im Netz und es ist nichts passiert. Keine ungewollte Post, nicht mehr Spammails als sonst und vor der Tür stand auch noch keiner :p

    Und Dein Blog ist leider kommerziell, weil Du – wie ich – mit dem amazon-Partnerprogramm arbeitest. Ich nehme das zwar in erster Linie auch nur, damit ich die Cover verlinken kann, aber man verdient damit nun einmal Geld (wenn auch nur wenig).

    Anonym ist man sowieso nie im Netz, schon gar nicht als Blogger 😉

    • BirthesLesezeit schreibt:

      Ja, da hast Du wohl recht – Danke Dir für Deine offenen Worte – darum geht es mir doch :-). Das Partnerprogramm nutze ich auch NUR für die Bilder, werde mich dort wohl auch wieder abmelden. Nutze lieber die Cover der Verlage oder meine eigene (aber manchmal ist es einfach „einfacher“ 😉 ).
      Ja, und Anonym – den Anspruch kann man wohl wirklich nicht stellen, wenn man bloggt, das stimmt natürlich. Also gut, werde mal sehen und mein Impressum überarbeiten. Danke sehr und liebe Grüße, Birthe

  4. vonsamstag schreibt:

    Meines Wissens nach muss die Adresse aufgenommen werden, ich lasse mich aber auch gerne eines besseren belehren. Wenn du über Google nicht gefunden werden willst, könntest du deine Adresse zum Beispiel in eine jpeg-Datei einbinden.

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