[Rezension] „Der Richter“ – John Grisham

„Der Richter“ ist nicht gerade ein neuer Roman von Altmeister John Grisham. Das Original „The Summons“ erschien bereits 2002 und im Heyne-Verlag als Taschenbuchausgabe 2003. Bereits seit einiger Zeit schlummerte dieser Roman in meinem SUB, nun habe ich ihn endlich im Regal „entdeckt“ und gerade zu Ende gelesen. Hier meine Eindrücke bzw. Rezension:

Der Richter von John GrishamTitel: „Der Richter“ , Autor: John Grisham

Originaltitel: „The Summons
Meine Ausgabe:

Taschenbuch, Broschur, 432 Seiten,
ISBN: 978-3-453-86980-6
Preis: 9,99 Euro (D)
Verlag: Heyne

 

(Neu)Gier siegt…?

Inhalt:

Der alte und schwerkranke Richter Atlee ist das Oberhaupt der Familie – und kein Freund vieler Worte. Daher ist es nicht verwunderlich, als er eines Tages seine beiden erwachsenen Söhne Ray und Forrest in sein Haus beordert, um mit ihnen über sein Testament sprechen. Ray ist wie gewohnt, pünktlich zur Stelle, doch scheinbar trotz allem zu spät: der Richter sitzt tot in seinem Arbeitszimmer. Ray ist erschüttert, umsomehr, als er kurz darauf im Haus auf 23 Kartons mit einem äußerst mysteriösen Inhalt stößt. Wo kommen diese Kartons samt Inhalt her, was hat sein überaus ehrenwerter Vater damit zu tun, und vor allen Dingen: was soll ernun damit machen? Seine (Neu) Gier sorgt dafür, dass er sich der Kartons annimmt – doch muss er bald feststellen, dass noch jemanden gibt, der weiß, was Ray versteckt… Das Schicksal nimmt seinen Lauf…

Meine Meinung:

Der Einstieg in den Roman beginnt eher langsam, Grisham fällt nicht mit der Tür ins Haus, sondern nimmt sich Zeit für Ray, den Sohn des Richters, der die „Anordnung“ des Vaters erhält, sich zu einem bestimmten Zeitpunkt im Elternhaus einzufinden. Durch diese Einleitung erfährt der Leser einige Hintergründe zum Vater-Sohn-Verhältnis, zur Vergangenheit und zum Verhältnis zum alkohol- und drogensüchtigen Bruder Forrest. Als Ray beim Vater eintrifft, steigert sich die Spannung: der Vater ist tot und der geheimnisvolle und mysteriöse Fund sorgen für reichlich Aufregung und Spekulationen. Genau dies ist die Stärke Grishams: Spekulationen aufstellen, neugierig machen, nebenbei juristisch interessante Informationen einflechten und gerade dadurch den Leser zu eigenen Gedanken anregen. Dabei bietet der Autor einige Möglichkeiten an, lässt Ray und den Leser gleichermaßen ob der Herkunft der Kartons rätseln und sorgt dafür, dass es zwischendurch immer wieder zu aufrüttelnden Ereignissen kommt, die für zusätzliche Spannung sorgen – immer genau rechtzeitig, um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Und letztendlich steckt sogar eine gehörige Portion Moral im Roman: Geld, Gier, Moral und Gesetz – das sind Themen, mit denen sich Grisham u.a. in „Der Richter“ auseinandersetzt…

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Meine Lieblingsfigur:

Tatsächlich der Protagonist Ray– ohne dass ich hier näher auf den Grund eingehen kann, ohne zu spoilern ;-).

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Meine Bewertung:

4 Buch-Bubisbookmarks_folderbookmarks_folderbookmarks_folderbookmarks_folder

Fazit:

Ein Grisham mit nicht gerade überschäumender Spannung, dennoch ein typischer „Grisham“ – juristisch, fesselnd, fundiert und absolut lesenswert !

 Weitere Infos:

Verlagsseite Heyne Verlag :  HIER (Taschenbuch-Ausgabe 2003)

 

 

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Über BirthesLesezeit

Leseratte "Ü40" . Ich lese so ziemlich alles, was Buchstaben hat, wobei das Genre nebensächlich ist, Hauptsache, Geschichte und Schreibstil sprechen mich an.
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