„Der Vierfachmord von Stötteritz“, Jan Flieger

Stoetteritz klein

Jan Flieger hat auf fast 200 Seiten einen kompakten Kriminalroman geschaffen, der direkt zu Beginn unter die Haut geht: Am Anfang steht die Tat – vier Menschen werden erschossen, gerade haben sie noch gefeiert…

Titel: „Der Vierfachmord von Stötteritz“ , Autor: Jan Flieger, Verlag: fhl-Verlag, Ausgabe: broschiert (Softcover), 197 Seiten, ISBN: 978-3942829526, Preis (D): 12,- Euro, Erscheinungsdatum: Februar 2014.

Inhalt:

Im  Leipziger Stadtteil Stötteritz findet eine ausgelassenen Feier ein abruptes Ende: Vier der fünf Feiernden werden von einer vermummten Gestalt in schwarzer Kutte und weißer Maske getötet, 9 Pistolenschüsse finden ihr Ziel,  der vermummte Täter entkommt. Thomas Tiller von der Leipziger Mordkommission steht vor einem Rätsel, die Ermittlungen decken jede Menge Verdächtige auf, Motive gibt es reichlich, den einen oder anderen aus der Gruppe zu töten. Gleichzeitig führen die Hinweise bzw. die Vermummung  auch in die rechte Szene Leipzigs – gibt es Verbindungen?  Und warum gleich vier Morde ? Werden weitere Morde folgen?  Tiller’s Team zögert nicht,  kurz entschlossen nach Tokyo und Island zu reisen, um Zeugen zu befragen, Spuren zu verfolgen. Sie gönnen sich keine Pause, auch in ihrer Freizeit lässt  dieser Fall sie nicht zur Ruhe kommen  – zu sehr mahnen die toten Augen der Opfer zur baldigen Aufklärung.

Meine Meinung:

Jan Flieger hat auf fast 200 Seiten einen kompakten Kriminalroman geschaffen, der direkt zu Beginn unter die Haut geht: Am Anfang steht die Tat – vier Menschen werden erschossen, gerade haben sie noch gefeiert…

Der Leser begleitet  das Team der Leipziger Mordkommission hautnah bei den Ermittlungen und  Vernehmungen – allen voran Hauptkommissar Thomas Tiller, der mit Leib und Seele Polizist ist, stets im Dienst – ein Lächeln findet selten den Weg in sein Gesicht. Dennoch wirkt er durchaus sympathisch – und er weiß, was er will: den Mörder finden! Doch genau dies fällt alles andere als leicht, schließlich mangelt es weder an Motiven noch an Verdächtigen, die Zahl der Namen steigt ständig – ein gutes Namengedächtnis ist von Vorteil ;-).

Die Suche nach dem Täter gleicht zeitweise einer Art Ausschlussverfahren, Irrtümer und falsche Fährten nicht ausgeschlossen. Unerwartete Wendungen sorgen ebenfalls für neue Rätsel.  Der Autor versteht es dabei gleichzeitig, den Leser in den Sog der kriminellen Atmosphäre Leipzigs zu ziehen,  das Böse lauert immer und überall und somit auch der potentielle Mörder –  Tokyo, Island, kein Weg ist der Leipziger Polizei zu weit, da wird nicht lange gefackelt, Bürokratie wird  zur Nebensache, man spürt förmlich am eigenen Körper, wie die Zeit drängt…

Die Beschreibung der Charaktere beschränkt sich auf das Notwendigste, so wie es Jan Flieger auch insgesamt versteht, ohne großen Schnickschnack oder weitläufige Umschreibungen auszukommen. Er beschränkt sich meist auf das Wesentliche, von kleinen Ausnahmen und Abschweifungen abgesehen. „In der Kürze liegt die Würze“, dies gibt diesem Kriminalroman einen besonderen Reiz und ein recht rasantes Tempo – doch fehlte es mir gleichzeitig  an Tiefe, das Geschehen und die Figuren blieben oberflächlich.

Die kurzen Kapitel sorgen für eine übersichtliche Einteilung und helfen, den Überblick zu behalten. Das Ende,  das diesen Krimi schlüssig abrundet, ist nur zu schnell erreicht.

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Mein Lieblingszitat:

„Aber er lächelte wie ein Japaner, das Lächeln lernte man hier schnell, man lächelte, selbst wenn man über etwas Schlimmes sprach, um den anderen nicht mit seinen persönlichen Problemen zu belasten.“ S. 73

Meine Lieblingsperson:

Hauptkommissar Thomas Tiller – ein wenig zu ernst, aber mit Leib und Seele Polizist

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Fazit:

Ein  unterhaltsamer  Leipzig-Krimi für „zwischendurch“, der auf knapp 200 Seiten kompakte Spannung bietet, ohne allzu anspruchsvoll zu sein. Empfehlenswert für alle Krimi-Fans, die „Krimi Pur“ lieben!

Bewertung:

Ich schwanke zwischen 3 und 4 Buch-Bubis, denn es hat mir insgesamt doch recht gut gefallen… Somit vergebe ich gute 3 Sterne:

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Extras:

Leserunde Lovely books hier entlang

Verlagsseite fhl-Verlag hier entlang

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Über BirthesLesezeit

Leseratte "Ü40" . Ich lese so ziemlich alles, was Buchstaben hat, wobei das Genre nebensächlich ist, Hauptsache, Geschichte und Schreibstil sprechen mich an.
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