„Die niedrigen Himmel“ Zitate – Wochenteiler #10/2014

Den Wochenteiler für diese Woche widme ich den Zitaten aus einem Buch, das mich besonders berührt und bewegt hat:Die niedrigen Himmel“ von Anthony Marra.

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„Die niedrigen Himmel“ von Anthony Marra hat mich begeistert, sprachlich und inhaltlich vollkommen überzeugt und bewegt. Die Zitate sind mal humorvoll, mal tiefgründig, mal philosphisch…

Ich könnte nicht alle Zitate hier widergeben, zu viele habe ich sicherlich überlesen, oder einfach nicht markiert – ja, ich bin für diesen Roman sogar meinem eisernen Grundsatz untreu geworden, in Büchern Notizen zu machen: ich habe mit Bleistift unterstrichen !!!

Und letztendlich hat ja jeder Leser seine „eigenen“ Textstellen, die ihm besonders auffallen und im Gedächtnis bleiben. Hier sind die 15 Zitate, die mich, hauptsächlich auf den ersten 200 Seiten“ dieses Romanes, innehielten ließen und die ich festhalte möchte, um mich – und vielleicht andere Leser – auch später daran zu erfreuen und an dieses besondere Buch zurückdenken lassen:

1) „Nach einem Waffenstillstand, der zu gesetzlos war, um den Namen Frieden verdient zu haben“…, …“bis sich mit Ausnahme der Treue von Eltern zu ihren Kindern alles so abgenutzt hatte, dass es jederzeit brechen konnte“ S. 17

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2) „Iss ruhig langsamer, Dein Magen hat keine Geschmacksknospen“ Antwort: „Deine Zunge hat keinen Hunger.“ S. 19

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3) „…aber faktisch waren ihre Nerven ein so heilloses Durcheinander, dass ihr die Ellbogen wehtaten, wenn sie sprach und ihr linker Fuß hatte mehr Verstand als ihr Gehirn.“ S. 20

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4) „…sie verfügten eigentlich über dieselbe Weisheit, nur getrennt durch Jahre und Erfahrung“ S. 21

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5) „Keiner stach heraus zwischen seinen Nachbarn, aber jeder hatte im Kleinen etwas Individuelle: die Zahl der Äste, den Umfang des Stammes, den Radius der abgeworfenen Blätter. Nur kleine Eigentümlichkeiten, aber kleine Eigentümlichkeiten machten aus zwei Augen, einer Nase und einem Mund ein Gesicht.“ S. 22

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6) „Kein Prophet hat dieses Ende geweissagt. Weder Trompetenschall noch seraphischer Flügelschlag hatten dieses eine Feld mit diesem einen Mädchen angekündigt, das diese seine Hand hielt.“ S. 23

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7) „Sie kannte die Körper, die sie öffnete, flickte und schloss, intimer als die Ehepartner oder Eltern der Patienten, und diese Intimität kam der Schöpfung so nahe wie Gottes erster Odem, Sein erstes Wort.“ S. 31

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8) „Sie musste ihn abhärten, ihm beibringen, dass es zweierlei war, Leben zu retten oder Leben zu nähren, und damit das Erste gelang, musste man sich das Pathos des Zweiten abschminken.“ S.66

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9) „Anscheinend hatte man im Leben nur Anrecht auf eine begrenzte Zahl von Wundern“ S.67

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10) „Er wusste nur, dass Ch. sein Freund war, ein anständiger Mann, und das war so selten wir Schnee im Mai“. S. 74

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11) „In Ihrem Mund wird ein Fragezeichen zu einer gefährlichen Waffe.“ S. 90

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12) „Jonglieren findet mehr im Kopf als in den Händen statt“ S. 128

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13) „…irgendwie hatte sie keine fehlenden Glieder, sondern amputierte Erwartungen.“ S. 129

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14) „Zu Hause“, „…Sie dachte, das Wort würde nur für vier Wände und ein Dach stehen, die sie umschlossen, aber es breitete sich aus, füllte sich und enthielt A., das Dorf, ihre Eltern und den Wald – alles, was nicht hier war.“ S. 131

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15) „Als der Lichtkegel über sie hinwegstrich, sah A. kurz Pfotenabdrücke in der Asche der 15 Millionen Worte.“ S. 164

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Es gibt noch unzählige weitere, schöne Zitate, aber ich höre hier auf und lasse sie Euch selbst entdecken.

Wer mag, kann gerne Zitate per Kommentar o.ä. schicken, die ich dann ergänzen werde.

Ich wünsche Euch eine schöne und vielleicht sogar sonnige Restwoche, passt gut auf Euch auf – und vielleicht hört Ihr ja heute mittag sogar den Knall für die Wochenteilung ;-).

Es grüßt herzlich, Birthe

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Über BirthesLesezeit

Leseratte "Ü40" . Ich lese so ziemlich alles, was Buchstaben hat, wobei das Genre nebensächlich ist, Hauptsache, Geschichte und Schreibstil sprechen mich an.
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