Krimi „Und die Schuld trägt Deinen Namen“ – Premierenlesung 3.2.14 Jörg Böhm

Am Montag, den 03. Februar 2014, erschien Jörg Böhm’s zweiter Kriminalroman  „Und die Schuld trägt Deinen Namen“.  Da die Premierenlesung in meiner Nähe stattfand, wollte ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen, Jörg Böhm persönlich kennenzulernen, nähere Informationen und eine Lesung über seinen Krimi zu erhalten und vielleicht sogar ein signiertes Exemplar :-).

Die Lesung fand in der Stadtbibliothek in Neuwied statt (Nähe Koblenz). Ein Raum wurde extra für die Lesung gemütlich hergerichtet, mit einer „Bühne“ für den Autor, sodass er später sozusagen in einem Wohnzimmer/Lesezimmer saß und uns persönlich aus seinem neuen Buch vorlas. Für uns als seine Besucher/Gäste standen Tische und Stühle bereit, nett dekoriert und mit Kerzen und gedämpftem Licht wurde eine gemütliche Atmosphäre geschaffen.

Da ich für den Vorverkauf zu spät war, hatte ich ehrlich gesagt ein wenig Bedenken, dass ich mich aufgrund einer sehr hohen Nachfrage ggf. mit einem Stehplatz begnügen muss,(wie wir in der Plauderrunde bei bei Lovely books flachsten… ;-).  Und tatsächlich war das „Wohnzimmer“ bei meinem Eintreten bereits gut gefüllt, ich setzte mich an einen der Tische und bis zum Beginn der Lesung war der Raum dann auch tatsächlich bis fast auf den letzten Platz besetzt.

Pünktlich ging es los – Jörg Böhm stellte sich und sein neues Buch vor: (auf dem Foto hat er allerdings nicht den neuen, sondern seinen Debüt-Krimi „Und nie sollst du vergessen sein“ in der Hand 😉 ).

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Er ist  34  Jahre alt, wurde in Neuwied geboren, lebte lange in der Pfalz und ist stolz auf seinen soeben veröffentlichten, zweiten Krimi“‚Und die Schuld trägt Deinen Namen“.

Beide Krimis  – sowohl sein 2013 erschiener Schwarzwaldkrimi, als auch sein aktueller Krimi aus der Pfalz spielen an Orten, in denen er sich auskennt und die sogar in seinem persönlichen Lebenslauf eine wichtige Rolle spielten. Es sind Regionalkrimis, und man wird mühelos die diversen Schauplätze aufsuchen können, die bis auf wenige Ausnahmen (z.B. die Mutter-Kind-Klinik in der Nähe von Burrweiler) real sind. Überhaupt legte er großen Wert darauf zu betonen, dass es ihm wichtig ist, seine Handlung an realen Schauplätzen anzusiedeln, um seine Geschichten eine möglichst große Authentizität zu geben. Genauso wie seine Figuren zwar fiktiv, aber dennoch „Menschen wie Du und ich“ sind, mit denen sich der Leser identifizieren kann, z.B. der Nachbar von nebenan…

Nachdem das Licht gedämpft wurde – stieg der Autor, der es sich natürlich nicht nehmen ließ, selbst aus seinem Buch vorzulesen,  gleich in die Handlung des Romans ein.  Da erlebte ein Mann im Weinkeller eine lebensbedrohende Überraschung, eine junge Frau wunderte sich über das Vorhaben ihrer Eltern, nach Deutschland zu ziehen, ein Winzer wird in den Weinbergen vom Traktor überfahren, und die Kommissarin Emma Hansen, die hier nun in ihrem zweiten Fall ermittelt, trifft fast der Schlag ;-).

Natürlich – und zum Glück – erhielten wir nur einen Einblick in das Gesamtgeschehen, begaben uns mit Jörg Böhm zu einigen Schauplätzen des Geschehens, z.B. in die Weinberge der Pfalz, nach Burweiler, um schließlich einen Abstecher nach Sizilien und in die Vergangenheit zu machen.

Wir, die  Zuhörer, ließen uns von der angenehmen Stimme fesseln und lauschten gebannt. Der Autor verstand es wirklich, uns am Ende fast jeden Abschnittes  „hängenzulassen“, nachdem wir doch gerade Zeuge des einen oder anderen Mordes wurden.

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Am Ende der Lesung selbst hatten wir die Möglichkeit, ihm Fragen zu stellen, über ihn selbst, über das Buch, die Entstehung usw. Hiervon wurde regen Gebrauch gemacht und so ging Jörg Böhm ausführlich auf die unterschiedlichen Fragen ein. Dabei sprang seine Euphorie und seine Begeisterung förmlich auf uns über, als er über die Entstehung dieses Buches, den Prozess des Schreibens und der Entwicklung der Geschichte erzählte.Er selbst liest gerne Agatha  Christie, Charlotte Link und gibt zu, dass während der aktiven Schreibphase seine Figuren regelmäßig sozusagen „mit am Frühstückstisch“ sitzen.

Zwei Jahre hat er insgesamt an „Und die Schuld trägt Deinen Namen“ geschrieben, sich mit Polizeikommissaren und Medizinern getroffen, recherchiert, um seine Schilderungen möglichst detail- und realitätsnah widerzugeben.  Die „reine Schreibzeit“ betrug ungefähr vier Monate. Bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass er kein „Vollzeit-Schriftsteller“ ist, sondern dies neben seinem Beruf abends bewerkstelligen muss.

Ein Besucher aus dem Publikum fasste dies absolut treffend in einem Satz zusammen:

Tagsüber arbeitet er, abends mordet er ! ;-). 

Außerdem gab es natürlich die Möglichkeit, seine Bücher zu erwerben und vom Autor direkt persönlich signieren zu lassen, was die Besucher auch gerne nutzten – ich auch:

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Und für ein persönliches Foto mit mir stellte er sich dann freundlicherweise auch noch zur Verfügung – ein schönes Andenken :-):

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Fazit:

Kurzum : eine – wie ich finde – rundum gelungene  (Premieren)-Lesung mit viel Atmosphäre, mit einem überaus sympathischen Autor, der nicht nur mich, sondern auch die anderen Besucher begeistert und uns umso neugieriger auf seine Kriminalromane gemacht hat !

Ich glaubte Jörg Böhm jedes Wort, als er uns euphorisch versprach:

„Ihnen wird in dem Roman noch Hören und Sehen vergehen, glauben Sie es mir !“

Für mich steht fest: Diese Krimis MUSS ich lesen und ich hoffe – und kann mir nach den Leseeindrücken bisher kaum etwas anderes vorstellen – , dass beide Kriminalromane halten, was sie versprechen und freue mich somit auf spannende Unterhaltung !

Natürlich konnte ich nicht ohne einen signierten Krimi nach Hause fahren, und so kaufte ich mir den ersten Fall von Emma Hansen, sozusagen Jörg Böhm’s Debütroman:  „Und nie sollst Du vergessen sein“ und er signierte dieses Buch dann auch gleich mit einer persönlichen Widmung !

Verwundert über meine Buchwahl? – Wenn ich ein Buch aus einer Serie lese, treten meine „Serien-Freak“-Allüren zum Vorschein: Ich versuche, alles schön der Reihe nach anzugehen, fange möglichst beim ersten Teil oder Roman einer Serie an. Ehrlich gesagt, fiel es mir ja schon schwer, nicht gleich beide Krimis mitzunehmen, aber auch mein Budget hat seine Grenzen….

Jörg Böhm betonte, dass man durchaus beide Krimis separat und für sich  lesen kann, sie haben eine jeweils abgeschlossene Handlung. Das glaube ich gerne, aber wie gesagt, ich mag es eben „der Reihe nach“ ;-).

Übrigens: Die Bewerbungsfrist für die Leserunde, die am 15. Februar 2014 bei Lovely books beginnt,  läuft noch bis zum 8.2. um 24 h !! Hier der Link, falls Ihr Euch noch bewerben möchtet! 

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Es grüßt herzlich,Birthe

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Über BirthesLesezeit

Leseratte "Ü40" . Ich lese so ziemlich alles, was Buchstaben hat, wobei das Genre nebensächlich ist, Hauptsache, Geschichte und Schreibstil sprechen mich an.
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2 Antworten zu Krimi „Und die Schuld trägt Deinen Namen“ – Premierenlesung 3.2.14 Jörg Böhm

  1. WortGestalt schreibt:

    Das ist ein toller Bericht, vielen Dank für die Infos! Die Lesung scheint wirklich toll gewesen zu sein! Ich habe zu der letzten Leserunde bei LovelyBooks immer mal sporadisch in die Beiträge reingelesen und auch die Bewerbung für die aktuelle Leserunde verfolgt, allerdings ohne Bewerbung, mir geht es da eigentlich wie Dir, am allerliebsten bei einer Reihe schön in einer Reihe 😀 Jedenfalls war ich bei der Leserunde über die unglaublich herzliche Kommunikation dort erstaunt!
    Also wenn Du den ersten Band dann gelesen hast, bin ich auf deine Rezension gespannt 🙂

    • birtheslesezeit schreibt:

      Dankeschön :-). Naja, ich hoffe nun auch auf die Glücksfee, ansonsten steht mein Geburtstag in nicht allzu weiter Ferne an… Ich lese allerdings- wenn es sich ergibt – auch Bücher mitten aus einer „Serie“, vor allen Dingen wenn die Bände, wie auch hier, nicht unbedingt zusammen gehören, sondern für sich stehen. Wenn es mir dann gefallen hat, lese ich die anderen Bände oft hinterher ;-).
      Meine Rezi folgt demnächst, da ich „Und nie sollst Du vergessen sein“ nun als nächstes lesen werde…Liebe Grüße !

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