REZENSION zu „Das Falsche in mir“ (Christa Bernuth)

Buchtitel: „Das Falsche in mir“ – Autor: Christa Bernuth

Das Falsche in mir/Christa Bernuth das_falsche_in_mir-9783423249928

Ausstattung: Taschenbuch, 352 Seiten, ISBN 978-3423249928, Genre: Thriller

Preis: 14,90 Euro

Meine REZENSION:

Inhalt: Lukas Salfeld ist Anfang 50 und führt in der Stadt Leyden das Leben ein ganz normalen Bürgers : Frau, 2 jugendliche Kinder, Beruf : Verkäufer für Sicherheitssysteme.
Doch er selbst weiß am besten, dass sein Leben alles andere als „normal“ ist: seine Vergangenheit ist düster, düster wie seine Triebe, die er im Griff zu haben glaubt…
Als ein junges Mädchen ermordet aufgefunden wird, das nach „seinem“ Muster umgebracht wurde, steht er sofort erneut unter Verdacht. Das Schlimme daran: er kann sich nicht daran erinnern, wo er in der Mordnacht war – er hat einen „Filmriss“. Und somit hat nicht nur die Polizei berechtigte Zweifel an seiner Unschuld – auch er selbst muss sich seinen Trieben und seiner Vergangenheit erneut stellen, um herauszufinden, was in besagter Nacht geschehen ist. Denn er selbst weiß am besten, wozu er fähig ist…

Meine Meinung:
Ein spannender, vielseitiger Thriller, der nicht nur den Leser bis zuletzt im Dunkeln tappen lässt – auch Lukas Salfeld selbst ahnt bis zuletzt nicht, was sein Anteil an den Morden ist. Der Leser nimmt an den Ereignissen aus unterschiedlichen Perspektiven teil, z.B. glaubt er, in die Gefühlswelt des Familienvaters einzutauchen, dessen Empathie jedoch insgesamt sehr begrenzt ist – wie er selbst sehr wohl weiß. Und so ist es kein Wunder, dass man nie so recht weiß, woran man an ihm ist – ob er es selbst weiß?
Die Zweifel werden sehr deutlich herausgearbeitet und sind sehr gut nachvollziehbar, ebenso wie die Traumata einiger Personen, deren Vergangenheit sie immer wieder einholt. Eine sehr gelungene Schilderung, auch wenn mir persönlich der Zufall vieler Verbindungen etwas zu auffällig war. Aber dies mindert nur gering die Faszination und den Reiz dieses Thrillers – der flüssige Schreibstil und der Wechsel der Perspektiven, verbunden mit auflockernden Tagebucheinträgen (die alles andere als „locker“ sind!) sorgen dafür, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Aber Achtung: dies ist kein Buch für „Sensibelchen“, denn es gibt einige grausame, teils blutige Details, die nicht unbedingt jedermanns Sache sind. Das Ende überzeugt durch überraschende Effekte, die Fäden finden zusammen und zeigen, wie weitreichend die Ereignisse waren.

Mein Lieblingszitat:

„Ich bin jetzt ein anderer. Ich glaube fest daran.“(S. 133).

Dieses Zitat zeigt so deutlich die Unsicherheit…

Meine Lieblingsfigur:

Vassilis, der Besitzer eines griechischen Restaurants – ein wahrer Freund…!?

Fazit: Ein spannender, kurzweiler (Psycho-)Thriller, den ich jedem Thriller-Fan empfehlen kann.

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Extra: Buchtrailer

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Über BirthesLesezeit

Leseratte "Ü40" . Ich lese so ziemlich alles, was Buchstaben hat, wobei das Genre nebensächlich ist, Hauptsache, Geschichte und Schreibstil sprechen mich an.
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