Rezension zu „DIE WAHRHEIT ÜBER DEN FALL HARRY QUEBERT von JOEL DICKER

So, meine erste Rezension – und gleichzeitig mein erster Beitrag  auf meinem Blog „BirthesLesezeit“ – ein denkwürdiger Moment für mich, richtig spannend !

 Buchtitel: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert, Autor: Joël Dicker

ISBN: 978-3492056007, Verlag: Piper Verlag München

Ausstattung: Hardcover mit Schutzumschlag und Lesebändchen

Preis: Euro 22,99

Über dieses Buch wurde schon soviel geschrieben, viele reden über dieses Buch – es ist sozusagen in aller Munde … Entsprechend gespannt war ich also darauf und wusste nicht so recht, auf was ich mich einlasse. „Unterhaltend, aber viel zu einfach – hat mich Mühe gekostet, es zu Ende zu lesen“ – sagen die einen, „Toll, genial“, sagen die anderen. Und ich ? Ich fand es sehr unterhaltsam, spannend, gar nicht langweilig, sondern interessant, und hatte nie das Gefühl, dass ich das Buch nicht weiterlesen könnte – im Gegenteil, ich wäre sozusagen „gestorben“, wenn ich die Wahrheit über den Fall Harry Quebert nicht erfahren hätte !!! Sicherlich ist es keine „hochtrabende“ Literatur, aber diesen Anspruch stelle ich auch nicht an ein Buch – es soll mich in erster Linie unterhalten. Und dem wird dieses Buch absolut gerecht, auch wenn es bzw. die Personen stellenweise etwas widersprüchlich erscheinen, so konnte dies meinen Lesegenuss nicht schmälern – es wurde im zweiten Teil so rasant, dass ich alles um mich herum vergass und es wirklich nicht weglegen konnte, bevor ich nicht endlich DIE WAHRHEIT wusste !!!

Ich habe anfangs überlegt, ob ich 4 oder 5 Sterne vergeben kann, da einige Ereignisse und Personen ja doch etwas widersprüchlich erscheinen. Aber andererseits hat es mich wirklich gefesselt, und selbst bei großen „Klassikern“ gibt es den einen oder anderen Widerspruch. Letztendlich bin ich doch zu dem Entschluss gekommen, dass ich Joel Dicker und dem Buch für seine raffinierte Ausarbeitung, den fesselnden Schreibstil und die Charaktere doch die volle Sternezahl – nämlich 5 von 5, geben MUSS ! (wenn ich herausfinde, wie man hier eine Sterne-Blümchen-Herzchen-Bewertungssystem einbinde, werde ich das gerne nachholen 😉 ) Ich bin gespannt, wann Joel Dicker’s nächster Roman erscheint…!

Habt Ihr gedacht, das sei bereits meine Rezension ?? Nicht wirklich, dass waren meinen Gedanken, die mir spontan während und nach dem Lesen durch den Kopf gingen. Ihr werdet noch sehen: ich kann mich leider nicht kurz fassen… ein lästiges und manchmal nervendes Übel, aber dafür habe ich ja nun diesen Blog, um mich hier „auszulassen“ ;-).

Mein Lieblingszitat aus diesem Buch: „Ein gutes Buch, Marcus, ist ein Buch, bei dem man bedauert, dass man es ausgelesen hat“.

Meine Lieblingsfigur:  „Allerliebste NOLA“, Nola, das 15-jährige Mädchen, das ihre große Liebe gefunden hat … Nola, die eines Tages als verschollen gilt – niemand weiß, ob sie noch lebt – oder nicht…

Ins Reine – und in Form einer „ordentlichen“ Rezension gebracht – gibt es hier nun also meine

REZENSION:

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p>“In diesem Debüt des Schweizer Schriftstellers Joel Dicker geht es um einen Schriftsteller, der unter einer Schreibblockade leidet und Zuflucht und Hilfe bei seinem Freund Harry Quebert – ebenfalls ein Schriftsteller sucht. Seine Schreibblockade legt sich hier nicht, doch als er nach Hause zurückkehrt und kurze Zeit darauf die Leiche eines seit 33 Jahren verschollenen Mädchens in Harry Queberts Garten gefunden wird, steht für ihn fest, dass sein Freund unschuldig ist. Er setzt alles daran, dessen Unschuld zu beweisen und plötzlich ist auch seine Schreibblockade verschwunden…

Meine Meinung:
Eine Geschichte, in der es genau gesagt und indirekt um drei Schriftsteller geht – wenn man Joel Dicker mitrechnet. Marcus Goldmann und Harry Quebert’s Geschichte ist auffallend ähnlich, kein Wunder, dass sie zu Freunden wurden – wobei diese Freundschaft ihren ganz eigenen Charakter hat.
Mir hat dieser Roman, der für mein Verständnis eher ein Krimi/Thriller ist, sehr gut gefallen. Er gibt einerseits recht interessante Einblicke in das Wesen eines Schriftstellers, dass wohl für die Außenwelt nicht immer ganz leicht verständlich ist, zeigt den Druck, unter dem ein Autor steht, sobald er ein „gutes Buch“ , einen wahren Bestseller, veröffentlicht hat. Sicherlich nicht leicht, seiner Leserschaft nach einem  solchen Erfolg ein neues Buch, einen neuen Roman vorzusetzen – wie wird es ankommen?
Gleichzeitig erlebt der Leser einen spannenden und sehr verzwickten, verzweigten Kriminalfall, ist an den Ermittlungen hautnah dabei und ist dennoch immer wieder über die neuen Erkenntnisse und Wendungen erstaunt. Nach ungefähr der Hälfte des Buches war ich mir nahezu sicher, die Wahrheit zu kennen – aber weit gefehlt! Joel Dicker spart keineswegs mit Wow-Effekten, wobei mir einige davon zunächst nicht immer ganz schlüssig erschienen, was dem Gesamteindruck allerdings keinen Abbruch taten.

Ich fand diese Mischung aus Roman/Krimi/Liebesgeschichte, verbunden mit interessanten Einblicken in die Welt eines Buchautors sehr spannend und unterhaltsam, die Erzählung sehr gelungen, mitreißend, leicht zu lesen und leicht zu (ver)folgen. Auch die Figuren werden lebendig – und natürlich-  geschildert, die Charaktere sind sehr unterschiedlich und facettenreich und wandeln sich im Laufe der Handlung des öfteren.

Das Tempo nimmt im zweiten Teil rasant zu, die Ereignisse bzw. Erkenntnisse sind raffiniert, überschlagen sich geradezu und veranlassten mich, alles stehen und liegen zu lassen, um endlich zu erfahren, was WIRKLICH passiert ist. Denn ich rechnete quasi bis zur letzten Seite auf eine neue Wendung.

Außerdem konnte ich nicht vermeiden, hin und wieder daran zu denken, wie es wohl Joel Dicker ergehen mag, der mit „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ gleich mit seinem ersten Buch einen solchen Bestseller „gelandet“ hat. Die Erwartenshaltung seiner Leserschaft im Hinblick auf kommende Romane ist sicherlich recht hoch und ich wünsche ihm, dass er keine „Schreibblockade“ ähnlich Marcus Goldmann oder Harry Quebert erlebt ;-).

Fazit:
Ein unterhaltsamer und fesselnder (Krimi-)Roman, flüssig zu lesen, ein Pageturner, bei dem man trotz seiner über 700 Seiten, die letzte Seite schneller erreicht hat, als man denkt. Lesen !

Meine Bewertung: 5 Buchgesichter

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Extra: Buchtrailer You Tube

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Über BirthesLesezeit

Leseratte "Ü40" . Ich lese so ziemlich alles, was Buchstaben hat, wobei das Genre nebensächlich ist, Hauptsache, Geschichte und Schreibstil sprechen mich an.
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